Schema: Fahrlässige Tötung, § 222 StGB

Schema: Fahrlässige Tötung, § 222 StGB, im Überblick: 
  1. Tatbestand
    1. Tötungshandlung und Tötungserfolg
    2. Fahrlässiges Handeln
    3. Kausalität
    4. Objektive Zurechnung
  2. Rechtswidrigkeit
  3. Schuld

Schema: Fahrlässige Tötung, § 222 StGB, im Detail: 
  1. Tatbestand
    1. Tötungshandlung und Tötungserfolg
    2. Fahrlässiges Handeln
      1. Außerachtlassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt bei objektiver Vorhersehbarkeit des Erfolges
    3. Kausalität
    4. Objektive Zurechnung
  2. Rechtswidrigkeit
  3. Schuld
    1. subjektiver Fahrlässigkeitsvorwurf

Im Strafrecht gibt es zwei verschiedene Formen der Fahrlässigkeit: bewusste und unbewusste Fahrlässigkeit.

Bewusste Fahrlässigkeit: Wenn eine Person eine strafbare Handlung begeht, aber hofft, das die widerrechtliche Folge nicht eintreten wird.

Unbewusste Fahrlässigkeit: Liegt vor, wenn eine Person eine strafbare Handlung begeht, es der Person aber gar nicht bewusst ist, obwohl sie aufgrund der Umstände, persönliche Fähigkeiten und Kenntnisse dazu fähig gewesen wäre, dies zu erkennen.

Abgrenzung zwischen bewusster Fahrlässigkeit und Eventualvorsatz:

  1. Eventualvorsatz (na wenn schon…): Hier nimmt der Täter den Erfolg billigend in Kauf.
  2. Bewusste Fahrlässigkeit (wird schon gut gehen…): Hier vertraut der Täter darauf, das der Erfolg schon nicht eintreten wird.

Van studiert Jura an der Ruhr-Universität Bochum. Neben dem Studium, liegen seine Leidenschaften in Web 2.0, Volleyball- und Fitnesstraining und Kultur. Außerdem mag er Katzen.

2 Comments

  • schlegelandrea

    nehmen wir mal an, eine junge Frau lebt in einer betreuten WG, äußert selbst immer wieder suizidabsichten. auch den WG betreuern gegenüber. auch mitbewohner, die sich das immer wieder anhören müssen, weisen die Betreuer mehrmals daraufhin, dass das Mädchen in eine andere Einrichtung bzw. klinik gehört. es gab einen suizidversuch im Jan. da wurde sie gerettet. aber nun kam es zu einem Todesfall. da sie einen sehr ungesunden Lebenswandel hatte, ist es zwar anzunehmen, dass es sich um Suizid handelt, aber nicht sicher.
    wenn es Suizid wäre, handelt es sich dann hier um fahrlässige Tötung? Denn den WG betreuern war die bekannt, die verschleiern es nun, so nach dem Motto, “ die hatte ohnehin keinen lebensmut!“

    lg

    • Markus

      Hallo,
      eine fahrlässige Tötung setzt eine gewisse Tötungshandlung voraus. Nichtstun würde m.E. nicht unter dem Punkt Tötungshandlung fallen. Es könnte aber ein echtes Unterlassungsdelikt, § 13 StGB, sein. Die WG-Betreuer könnten eine sog. Garantenstellung gegenüber der Suizidentin gehabt haben. Aber dazu bedarf es genauere Information wie genau es dazu kam etc., das erscheint mir aus deinem Kommentar nicht so ganz ersichtlich.
      Gruß, Markus

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