Schuldrecht BT: gesetzl. SV

Problematik: Anwendbarkeit der GoA

Problematik: Anwendbarkeit der GoA

Schuldrecht BT: gesetzl. SV, Zivilrecht
I. Anwendbarkeit der GoA trotz öffentlich-rechtlicher Verpflichtung? Beispiel: Die Feuerwehr F der Stadt S löscht einen Brand im Wald, der durch das Fortfliegen von Funken aus einer Lokomotive der Bundesbahn B verursacht wurde. Kann F von B Aufwendungsersatz für die Löscharbeiten ersetzt bekommen? Rechtsprechung: (+), wenn eine sog. "planwidrige Lücke" vorliegt, also die Frage nicht abschließend beantwortet wird, wer ein bestimmtes Geschäft vorzunehmen hat. Mangels abschließender Regelung geht die Rechtsprechung von einem objektiv auch-fremden Geschäft aus. Der Fremdgeschäftsführungswille wird, wie bei allen auch-fremden Geschäften, vermutet.1 Literatur: Die Literatur hingegen verneint entweder die Fremdheit des Geschäfts oder/und den Fremdgeschäftsführungswille. Zudem  wird vorgetr
Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers bei Übernahmeverschulden, § 678 BGB

Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers bei Übernahmeverschulden, § 678 BGB

Schuldrecht BT: gesetzl. SV, Zivilrecht
Das Übernahmeverschulden ist in zweierlei Hinsicht strenger als die deliktische Haftung: Der Geschäftsführer haftet für Vermögensschäden ohne das es eine Rechts- oder Rechtsgutverletzung vorliegen muss. Sowohl die haftungsbegründene und haftungsausfüllende Kausalität muss nicht vom Verschulden umfasst sein.1 Voraussetzungen Grundtatbestand der GoA Geschäftsbesorgung Fremdheit des Geschäfts Fremdgeschäftsführungswille Ohne Auftrag Widerspruch zum wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn Übernahmeverschulden I. Grundtatbestand der GoA Der Grundtatbestand der GoA wird hier besprochen. II. Widerspruch zum wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn Die Geschäftsführung muss im Widerspruch zum wirklichen oder mutmaßliche
Schema: § 18 StVG (Vermutetes Verschulden)

Schema: § 18 StVG (Vermutetes Verschulden)

Schuldrecht BT: gesetzl. SV, Zivilrecht
Rechtsgutverletzung, § 18 Abs. 1 StVG i.V.m. § 7 Abs. 1 StVG Bei Betrieb eines Kfz/Anhänger Kausalität Realisierung der Betriebsgefahr Anspruchsgegner ist Führer des Kfz/Anhänger Verschulden (wird vermutet, § 18 Abs. 1 Satz 2 StVG) Kein Ausschluss §§ 8 bis 17 StVG. Rechtsfolge Umfang gem. §§ 10 ff. StVG Immaterieller Schaden (Schmerzensgeld) gem. § 253 Abs. 2 BGB i.V.m. § 11 Satz 2 StVG Haftungsgrenze gem. § 12 StVG Anspruchskürzung über § 846 BGB analog iV.m. §§ 18, Abs. 3, 17 Abs. 2 StVG 1 - Wandt, Gesetzliche Schulverhältnisse, 6. Auflage 2014, § 21, Rn. 42.
Überblick der Leistungskondiktionen

Überblick der Leistungskondiktionen

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Ein kurzer Überblick über die Leistungskondiktionen in § 812 Abs. 1 BGB, § 813 Satz 1 BGB und die Leistungskondiktion nach § 817 Satz 1 BGB. § 812 Abs. 1 BGB: "Wer durch die Leistung eines anderen oder in sonstiger Weise auf dessen Kosten etwas ohne rechtlichen Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe verpflichtet. Diese Verpflichtung besteht auch dann, wenn der rechtliche Grund später wegfällt oder der mit einer Leistung nach dem Inhalt des Rechtsgeschäfts bezweckte Erfolg nicht eintritt." § 813 Abs. 1 Satz 1 BGB: "Das zum Zwecke der Erfüllung einer Verbindlichkeit Geleistete kann auch dann zurückgefordert werden, wenn dem Anspruch eine Einrede entgegenstand, durch welche die Geltendmachung des Anspruchs dauernd ausgeschlossen wurde." § 817 Satz 1 BGB: "War der Zweck einer
Zweckverfehlung

Zweckverfehlung

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Eine weitere Sonderform der Leistungskondiktion ist die sog. condictio ob rem, gem. § 812 ABs. 1 Satz 2, 2. Alt. BGB. Hintergrund der Sonderform besteht darin, dass ein verfolgter Zweck durch die Leistung nicht eingetreten ist. "Wer durch die Leistung eines anderen [...] ohne rechtlichen Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe verpflichtet. Diese Verpflichtung besteht auch dann, wenn [...] der mit einer Leistung nach dem Inhalt des Rechtsgeschäfts bezweckte Erfolg nicht eintritt." (mehr …)